Wettbewerb Kita Mühlheim


Realisierungswettbewerb Neubau KiTa + Freianlagen 
Wilhelm-Busch-Straße, Mühlheim am Main
Anerkennung

Auslober: Mühlheim am Main
Planung: 2017

Wettbewerb Kita Mühlheim


Realisierungswettbewerb Neubau KiTa + Freianlagen 
Wilhelm-Busch-Straße, Mühlheim am Main
Anerkennung

Auslober: Mühlheim am Main
Planung: 2017

Bauliche Einbindung in die Umgebung:
Das zur Verfügung stehende Wettbewerbsgelände wird derzeit überwiegend als öffentlicher Spielplatz genutzt und befindet sich im Übergangsbereich eines Wohngebiets mit Einfamilien-, Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau. Zwingende städtebauliche Vorgaben ergeben sich hieraus - neben bestehendem B-Plan - nicht. Für die Kindertagesstätte wird ein einfacher winkelförmiger Baukörper vorgeschlagen, der sich durch Form und Ausrichtung der Umgebung einfügt und das Gebiet baulich arrondiert. Der öffentliche Teil des Spielplatzes bleibt in Lage und Umfang weitgehend erhalten. Die Erschließung erfolgt über die Stichstraße "Wilhelm-Busch-Straße" von Norden aus. Die bestehenden öffentlichen Stellplätze können überwiegend erhalten werden. Im Rahmen der funktionale Anforderungen und des Grundstückszuschnitts wird versucht, die Baumasse in dem vorwiegend eingeschossigen Baukörper so anzuordnen, dass der zur Verfügung stehende Grundstücksanteil gut ausnutzt wird. So können die Freianlagen in verschiedene Bereiche gem. der Gruppenanforderungen gut gegliedert werden und es entsteht zwanglos eine einladende Eingangssituation mit Vorplatz Stich der Wilhelm-Busch-Straße. 


Erschließung + räumliche Organisation:
Der Zugang erfolgt von Norden her im Bereich der vorhandenen öffentlichen Stellplätze. Aus der winkelförmigen Baukörperanordnung ergibt sich eine übersichtliche und einfache Erschließung mit Zugang im Kopfbau über ein Foyer. Von hier werden die auch öffentlich nutzbaren Flächen (Mehrzweckraum etc.) separat erschlossen. Der Zugang zur Kita und Krippenbereich erfolgt direkt im Anschluss. Aus der Baukörperanordnung ergeben sich zwanglos getrennte Freiflächen für Kita und Krippe, die direkt zugänglich sind. In einem bereichsweise zweigeschossigen Bauteil sind die Verwaltungs- und Personalräume im OG angeordnet, um diese etwas außerhalb des allgemeinen Betriebes zu halten. Den großflächig verglasten Gruppenräumen sind teilweise überdachte Holzdecks vorgelagert, die durch ihre seitlichen Trennwände zu den benachbarten Räumen und Decks hinsichtlich Nutzung und Einblick Privatsphäre schaffen. Sie dienen als Übergangszone zur gemeinsam genutzten Außenspielfläche und erzeugen eine optische Vergrößerung des Innenraumes. Die Spielflure beider Teile weisen durch Rücksprünge und Einschnitte unterschiedliche Zonen aus, die außerdem natürlich belichtet sind.

Architektur, Konstruktion + Material:
Durch Ausbildung eins einfachen Baukörpers und Baumassen mit zurückhaltender, zeitgemäßer Gestaltung in Verbindung mit schlichten, aber auch funktionsbedingt wechselhaften Fassadenausbildungen (z.B. bereichsweise Pfosten-Riegel) wird ein einladendes und unverwechselbares Ensemble angestrebt. Als Hauptkonstruktion wird eine moderne Holzbauweise aus Rippen- und Hohlkastenelementen gewählt, die große, 2-achsige Stützweiten und Dachüberstände ermöglicht. Der natürliche Baustoff Holz der Hauptkonstruktion ist auch in den sichtbaren Bauteilen des Außenraumes und in der Pfosten-Riegel- Konstruktion wiederzufinden. Die Bodenplatte sowie einige Innenwände werden in Massivbauweise vorgeschlagen. Geschlossene Fassaden- bzw. Brüstungselemente sind mit entsprechenden Füllungen/Beplankungen im Rahmen eines einfachen Gesamtmaterial- und Farbkonzeptes vorgesehen. Die Flachdächer erhalten extensive Begrünung. Durch die im Abstand zur Glasfassade befindlichen Sonnenschutzlamellen kann eine sommerliche Überhitzung der Räume vermieden werden. Im Winter gelangen die Sonnenstrahlen der flacher stehenden Sonne ins Gebäudeinnere und ermöglichen es, solare Gewinne zu erzielen. Alle Fensterflächen in Aufenthaltsräumen erhalten außenliegenden mobilen Sonnenschutz (Lamellenstores).

Freiflächen:
Im Rahmen des örtlich bedingten Freiflächenangebots werden durch eine Zonierung in "öffentliche, halböffentliche und private" Flächen (Spielbereiche) funktionsgerechte und vielfältige Außenanlagen angestrebt. Der öffentliche Spielplatz befindet sich weiterhin im nördlichen Grundstücksteil und ist sowohl von der Wilhelm-Busch-Straße als auch vom Kita-Bereich zugänglich. Die bestehenden Spielgeräte können weitgehend erhalten und sowohl dort als auch im Kita-Bereich neu angeordnet werden. Im Norden erfolgt aus der öffentlichen Zufahrt bzw. Wegeführung der Übergang zum gepflasterten Vorplatz. Die Parkierungsflächen bleiben in etwas veränderter Lage weitgehend erhalten. Die den Gruppenräumen angelagerten Freibereiche sollen altersgemäß angemessen schlicht gestaltet werden (Rasen, Wiese). Für die Krippe steht im östlichen Grundstücksbereich ein eigener Freibereich zur Verfügung, der von den übrigen abgegrenzt ist. Im südlichen Grundstücksteil können die vorhandnen Heckenbereiche in die Gestaltung und Nutzung der Außenanlagen mit einbezogen werden. Westlich wird das Grundstück durch die Anordnung von geforderten Stellplätze und durch entsprechende bauliche Maßnahmen (Mauer/Pergola) angemessen abgeschirmt.