Wettbewerb Dudenhöfer Straße, Rodgau


Hochbaulicher Realisierungswettbewerb 
Geschosswohnungsbau Dudenhöfer Straße, Rodgau
2. Preis

Auslober: Stadt Rodgau
Planung: 2018

Wettbewerb Dudenhöfer Straße, Rodgau


Hochbaulicher Realisierungswettbewerb 
Geschosswohnungsbau Dudenhöfer Straße, Rodgau
2. Preis

Auslober: Stadt Rodgau
Planung: 2018

Nicht offener hochbaulicher Realisierungswettbewerb nach RPW 2013. 

Der Wettbewerb soll Lösungsvorschläge für die Bebauung des bislang unbebauten Grundstücks Dudenhöfer Straße 69a erbringen. Auf dem Grundstück sollen 30 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen entstehen. Die Gesamtfläche soll ca. 2.000 qm betragen.Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Süden des Rodgauer Stadtteils Jügesheim an einer stark frequentierten Erschließungsstraße, zeichnet sich durch seinen parkähnlichen Charakter aus und hat eine Größe von 3.542 qm.

Allgemeine Ziele:

Generelles Ziel ist die Entwicklung einer eigenständigen Wohnanlage frei nach dem Motto "das Einfache ist nicht immer das Beste, aber das Beste ist immer einfach". Darin berücksichtigt bzw. angestrebt werden
- die Erschließungsvorgabe von der Mühlstraße
- die gelegentliche Lärmentwicklung von der Dudenhöfer Straße
- einfache Baukörper
- gute Wohnqualität und Ausrichtung der Wohnungen
- angemessene und qualitätvolle Außenanlagen und ein freundliches Wohnumfeld
- einfaches Parkierungsangebot


Städtebauliches und räumliches Konzept:

Das Bauvorhaben soll eine eigene Identität zeigen, jedoch in seinen baulichen Merkmalen bescheiden und eher "konventionell" im positiven Sinn geprägt sein. Einerseits in Fortführung, andererseits in Abgrenzung zum baulichen Umfeld werden deshalb 3 Baukörper gleichen Umfangs und Geschossigkeit vorgeschlagen, die entlang der Dudenhöfer Straße angeordnet sind, ein unverwechselbares städtebauliches Ensembel bilden und darüber hinaus das Baugebiet räumlich gliedern. Diese offene Bauweise entspricht dem überwiegenden baulichen Mustern der Umgebung und steht gleichzeitig im Kontrast zu der westlich angrenzenden Wohnanlage. Identität und Einfügung in die Umgebung können hierdurch ebenso gewährleistet werden wie angemessene und gut nutzbare Freiräume für das direkte Wohnumfeld.

Bauliches Konzept, Konstruktion und Material:

Durch Typisierung der Grundrisse und deren Verteilung sowie einheitliche technische Gebäudeausstattung kann trotz Gliederung des Gesamtvorhabens in drei einfache Einzelbaukörper eine wirtschaftliche und sparsame Lösung ermöglicht weren. Die Gebäude selbst sind in konventioneller Misch- bzw. Massivbauweise (StB-Schotten bzw. verputzte einschalige Außenmauern, ggf. teilweise Holzschalung) vorgesehen. Während die Ostfassaden zur Straße hin weitgehend geschlossen sind, gewährleisten Süd- und Westfassaden großzügige Belichtung unter Berücksichtigung von sommerlichen Sonnenschutz bzw. winterlichen Wärmeeintrag. Holzfenster und -Sonnenschutzelemente bzw. -Läden können bei aller Einfachheit zu einem ausgewogenen und angenehmen Erscheinungsbild beitragen.

Wohnungsverteilung:

Insgesamt sind 6 Vierzimmerwohnungen, 16 Zweizimmerwohnungen und 6 Einzimmerwohnungen vorgesehen, die sich relativ gleichmäßig auf die drei Baukörper verteilen. Die Grundrissanordnung soll darüber hinaus eine einfache technische Infrastruktur gewährleisten. Das Erdgeschoss ist jeweils barrierefrei ausgebildet, diese Wohnungen verfügen alle über einen privaten Gartenanteil, was zur zur Stabilisierung des Gebietes beiträgt. Im mittleren Bauteil ist die zentrale Wärmeversorgung (BHKW oder Pellet) und Anlagentechnik im UG angeordnet. Die dargestellten Grundrisse stellen Mustergrundrisse bzw. Varianten dar, die im Zuge der Umsetzung angepasst bzw. im jeweiligen Bauteil vereinheitlicht werden können.

Wohnumfeld, Freiflächen- und Grünkonzept:

Wesentliches Gestaltungsmerkmal ist eine angemessene und dabei in der Funktion jeweils abgestufte Ausbildung der Grün-und Freiräume mit dem Ziel eines gut nutzbarem Wohnumfeldes. Gemeinsam-öffentliche, halböffentliche und private Flächen und andererseits deren Verknüpfung untereinander bilden das Grundgerüst. Alle Grünflächen sind in einfacher, jedoch großzügiger und gut nutzbarer Form als "Rasen- bzw. Wiesenflächen mit Einzelbäumen darauf" vorgesehen. Einfriedungen sollen nur bei den privaten Freiterrassen in Form von Hecken erfolgen. Durch den weitgehenden Verzicht auf Buschwerk bzw. Gebüschpflanzungen sollen Angsträume vermieden werden. Die meisten der vorhandenen Bäume können erhalten und durch zusätzliche Pflanzungen ergänzt werden. Jedem Baukörper sind eigene Freiräume und Kinderspielmöglichkeiten jeweils zugeordnet.

Erschließungs- und Stellplatzkonzept:

Das Grundstück wird von der Mühlstraße erschlossen. Parallel zur Dudenhöfer Straße sind an der östlichen Grundstücksseite nahezu alle PKW-Stellplätze in einfacher Form oberirdisch und wohnungsnah angeordnet. Weitere 8 Stellplätze sind im Bestand der Mühlstraße enthalten. Die Fahrbahn enthält dabei auch einen (niveaugleichen) Fußweg an der östlichen Gebäudeseite, von dem jeweils Wohnwege unter Berücksichtigung der Feuerwehr-Zufahrten und -Aufstellflächen zu den Häusern abzweigen.

Lärmschutz:

Bezüglich Lärmschutz werden in städtebaulich-baulicher Hinsicht folgende Maßnahmen vorgeschlagen: Zur Dudenhöfer Straße hin ist ein Mindestabstand der Bebauung von ca. 25 m eingehalten. Im Rahmen der Lage bzw. Nutzungsverteilung innerhalb der Grundrisse sind nur wenige Aufenthaltsräume zur Straße hin angeordnet. Bis auf Nebenräume sind ansonsten alle anderen straßenabgewandt vorgesehen. Passive Schallschutzmaßnahmen können diese Maßnahmen unterstützen.